Am 26. Juni war das Seeländische Turnfest für den Nachwuchs. Ein herrlicher Sommertag kündigte sich an, als ich als Kampfrichter um 6.30h auf dem Turnfestgelände in Grossaffoltern eintraf. Die Kampfrichter wurden eingeteilt und mit einem Verpflegungs- Rucksack ausgerüstet. So machten wir uns an die Arbeit. Was gemächlich begann, artete schnell in Hektik aus; bei der Pendelstaffette war zwar das Material auf dem Gelände aber es musste noch installiert werden. Da wir mit der neusten Technik arbeiteten, elektronische Zeitmessung mit Funk und Kopfhörer, mussten wir zuerst einen Einführungskurs belegen. Die ersten Jugendriegen waren schon im Anmarsch und bei uns hatte die Anlage im Zelt noch keinen Kontakt. Aber es waren erfahrene Leute am Werk und mit 10 Minuten Verspätung konnten auch wir die Anlage für die Pendelstaffette eröffnen. Es gab keine Stabübergabe, bereits die Kleinsten hatten Wechselzonen. Das war so eine Sache mit den orangen Hütchen, wo genau musste man die nun platzieren um den optimalen Wechsel zu laufen? Das war eine der häufigsten Fragen und so wechselten die Jüngsten auf Handschlag und gingen damit auf Nummer sicher. Wir waren zwar in Zwischenzeit Experten in Sachen Distanzen vor und nach der Wechselzone, und konnten den einen oder anderen Tipp geben, aber solche Wechsel mussten schon geübt werden um ein gutes Resultat zu erziehlen.
Wir Kampfrichter mussten die Wechselfehler zählen und per Funk im Zelt melden. Das ging ziemlich schnell da wir nicht jedes Mal hin und her rennen mussten um die Fehler zu melden. Viele Fehler gab es zwar nicht, die Pendelstaffette verlief gut und der Vormittag verging wie im Flug. Es war auch spannend den Reigen beim Wettkampf zuzuschauen. Gegen 13.00h waren alle Jugendreigen fertig und wir räumten das Feld wieder ab und hatten nun Mitttagspause im Festzelt. Bei Brätkügeli, Kartoffelstock und einer Crème zum Dessert stärkten wir uns für den Nachmittag. Freie Vorführungen und die Seelandstaffette waren auf dem Programm und dann natürlich die Rangverkündigung. Die Sonne brannte heiss und ein Hut und die Sonnencrème durften nicht fehlen. Leider habe ich vom Wettkampf am Morgen nicht viel mitbekommen aber im Festzelt wurde eifrig diskutiert und über Erfolg und Misserfolg beraten. Der TV Wohlen startete mit einer Gymnastik- und einer Gerätesektion und in dem 3-Kampf mit Pendelstaffette, Unihockeyparcour und 3-Seenlauf.
Das Turnfest war sehr gut organisiert und alle waren begeistert vom Anlass. Es war auch eine Gelegenheit, zusammen mit den anderen Jugeler vom TVW einen Wettkampf zu erleben. Herzlichen Dank für die Organisation an Susanne Schori und allen Jugi-Leiterinnen und Jugileiter MERCI für ihren Einsatz. Bis auf ein anderes Mal, Kampfrichter sein ist spannend und interessant.